| Was ist Aufgabe und Sinn des ROTARY-Berufsdienstes?
Zu dieser Frage wird jeder Rotarier eine zwar ähnliche, aber doch
andere Antwort geben. Daher können und wollen die folgenden Gedanken
nur Anregungen sein. Diese nach den Bedürfnissen im einzelnen Club und
orientiert am gesellschaftlichen Umfeld weiter zu entwickeln, ist die
Aufgabe des Berufsdienstverantwortlichen in jedem einzelnen Rotary-Club.
1. - für die rotarischen Freunde: Über Berufsgrenzen hinweg im Club wertvolle Erfahrungen auszutauschen,
die Notwendigkeit ethisch korrekten Verhaltens im Berufsleben deutlich zu machen,
Über Vorträge und Arbeitsplatzbesuche den rotarischen Freundinnen und Freunden Einblick zu geben in das eigene Berufsfeld,
Sich gegenseitig berufliche Hilfe anzubieten, wenn dies sinnvoll und erforderlich ist,
2. - für die Jugend: Berufsinformationen an Jugendliche weitergeben, wie dies im Rahmen von Berufsinformationstagen in vielen Clubs üblich ist,
Berufe in Schulen vorstellen,
Diskussionsrunden
mit Lehrern zu beruflichen Themen durchführen, um deren Wissen über
berufliche Themen zu mehren und zu aktualisieren,
Hilfestellung geben beim Suchen und Finden von Ausbildungsplätzen,
Schnupperpraktikas anbieten
Allgemeinbildung der jungen Leute stärken durch RYLA-Seminare und Aktivitäten für GSE-Gruppen
3. - im Umfeld der kommunalen Gemeinschaft und darüber hinaus: Weiterbildung im beruflichen Umfeld fördern und organisieren,
Im eigenen Betrieb für ein motivierendes, offenes Klima eintreten,
Behinderten eine berufliche Chance geben,
Auszeichnungen vergeben für schulisch und beruflich hervorragende junge Leute
Helfen, berufliche Fundamente durch Weiterbildung zu stärken als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
Zur Selbstständigkeit ermuntern und Starthilfen (Rat, kein Geld!) dazu geben
Welche Hilfen hat dazu der Distrikt 1930 zu bieten?
1. Treffen der Berufsdienstbeauftragten
Wir führen jährlich mindestens ein Treffen der Berufsdienstbeauftragten
der einzelnen ROTARY-Clubs im Distrikt 1930 durch. Hier werden
Erfahrungen ausgetauscht! Hier kann man als Neuling auf diesem Gebiet
von den „alten Hasen“ lernen. So mancher Rotarier führt dieses Amt
schon viele Jahre und kann wertvolle Informationen an seine neuen
Kollegen weitergeben.
Auch in diesem Jahr bieten wir wieder im Juni und am 8. Oktober diesen
Erfahrungs-austausch an. Die Einladungen dazu erfolgen Anfang Mai. Die
Treffpunkte zu den beiden Veranstaltungen werden so festgelegt, dass
die Rotarier im Distrikt möglichst kurze Wege zurücklegen müssen.
2. Organisation von RYLA-Seminaren:
Im November 2002 haben wir, finanziell getragen von 6 regional
benachbarten Clubs in Triberg ein zusätzliches RYLA-Seminar unter dem
Thema „Wie können und wollen wir die Zukunft unserer Gesellschaft
mitgestalten?“ durchgeführt. Ein weiteres, nach gleichem Muster
organisiert folgte im Juni 2004 unter dem Thema „EUROPA von morgen,
Chancen und Herausforderungen“ in Breisach. Nun, Ende 2005/Anfang 2006
sind wir daran, das nächste Seminar unter dem Thema „Die Folgen der
technischen Entwicklung - Segen und Fluch des technischen Fortschritts“
vorzubereiten. Dazu hat sich ein neues Team im Raum Karlsruhe zusammen
gefunden, welches schon sehr erfolgreiche Vorarbeit geleistet hat.
Ziel der zusätzlichen Seminare ist es,
- das Angebot an junge, interessiert Leute zu verdoppeln und
dadurch im positiven Sinn auch Rotary in der Region bekannter zu machen,
- durch die gemeinsame organisatorische Vorarbeit anzustoßen,
benachbarte Clubs einander etwas näher zu bringen und gute rotarische
Kontakte nicht nur bei Partnerclubs im Ausland zu suchen, sondern mehr
als bisher einfach mal „über den nachbarschaftlichen Zaun“ zu sehen,
- damit die Zusammenarbeit benachbarter Clubs auch auf anderen Gebieten zu initiieren und
- durch Seminarteilnehmer, die bisher noch nichts mit Rotary zu tun
hatten, durch Überspringen der rotarischen Ideen eine zahlenmäßige
Stärkung der Rotaract-Clubs zu ermöglichen.
In allen Punkten konnten wir
Fortschritte erreichen. Dies bestärkt uns in der Absicht, auf diesem
Weg weiter zu gehen und damit über die Jahre hinweg alle Clubs mal in
die Vorbereitungsarbeit eines RYLA-Seminars mit einzubinden.
3. Nachschlagewerk „Ideen zum Berufsdienst“:
In manchen unserer Clubs – es sind Gott sei Dank nicht viele – führt
der Berufsdienst ein Schattendasein. Manchmal fehlt es nur an der
richtigen Idee. Das wurde inzwischen als Argument entkräftet und es
wird weiter daran gearbeitet. Unter der Rubrik „Ideen zum Berufsdienst“
können Sie inzwischen einsehen, welche Aktionen in den einzelnen Clubs
schon auf den Weg gebracht wurden. Wenn Sie mehr dazu wissen wollen,
dann sprechen Sie einfach den BD-Verantwortlichen im Distrikt oder den
des genannten RC´s an. Er wird Ihnen weiterhelfen.
4. Neuer BD-Verantwortlicher im Distrikt 1930:
Seit 1998 habe ich mich um Fortschritte und den Gedankenaustausch
zwischen den Rotary-Clubs im Distrikt 1930 mit mehr oder weniger Erfolg
bemüht. Da es immer schwieriger für mich wird, genügend Zeit für diese
Aufgabe zu investieren, habe ich unseren nächsten Governor Frd. Jürgen
W. Müller um Entlastung von dieser Aufgabe zu Beginn des nächsten
rotarischen Jahres 2006/2007 gebeten und ihm gleichzeitig als
Nachfolger den Freund Wolfgang Trapp vom RC Sigmaringen vorgeschlagen.
Ich freue mich sehr, meine Arbeit künftig in die Hände von Freund Trapp
legen zu können. Er ist schon bisher einer der aktivsten
Berufsdienstler im Distrikt mit einer Fülle von guten Ideen zum Thema.
Ich bin daher sicher, dass er dem Berufsdienst in unserem Distrikt neue
Impulse verleihen wird.
Ich möchte mich auf diesem Weg noch mal bei allen Rotarierinnen und
Rotariern, die in den letzten 8 Jahren eifrig am Thema mitgearbeitet
haben, herzlich bedanken und Ihnen allen bei der weiteren Aktivität im
Berufsdienst viel Erfolg wünschen.
Schonach im Januar 2006
Ihr Robert Laschke
Wolfgang Trapp, RC Siegmaringen, wftrappueb@aol.com
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