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48 000 Euro für Sozialstation in Varna
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| Zwischen Ministerpräsident Teufel und hoher Geistlichkeit: Heinz Bucher (Mitte) überreichte in Varna im Namen der Rotarier Wangen-Isny-Leutkirch einen Scheck in Höhe von 48 000 Euro für den Aufbau einer Sozialstation. | | Einen Scheck über 48 000 Euro haben die Isnyer Heinz Bucher und Prof. Dr. Gerald Grübler vom Rotary Club Wangen-Isny-Leutkirch ins bulgarische Varna gebracht. Dort soll mit dem Geld eine Sozialstation eingerichtet werden. Möglich wurde die Reise allerdings erst, als Ministerpräsident Erwin Teufel die Rotarier in seine Delegation aufnahm. Die Idee für die Spende entstand zum 25-jährigen Jubiläum des Rotary-Clubs vor drei Jahren, erzählt Heinz Bucher. Durch den schon bestehenden Kontakt zur Stiftung Liebenau habe man auch den Kontakt zum Bulgarisch-Deutschen Sozialwerk in Varna bekommen. Gemeinsam mit dem Schweizer Partnerclub Oberthurgau entschieden die Rotarier dorthin zu spenden. Kontakt mit Club vor Ort Dafür musste Kontakt mit dem Rotary-Club vor Ort aufgenommen werden. "Es gibt bei uns eine Regel, die besagt, dass vor Ort ein Club involviert sein muss", erklärt Bucher. Vor Ort soll dann der Rotary-Club Varna ein Auge auf das Projekt haben und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Doch wie kriegt man da Kontinuität rein? Schnell war Grübler und Bucher klar: "Wir müssen da runterfahren." Was so einfach klingt, entpuppte sich schnell als recht schweres Unterfangen: "Es sah so aus, als müssten wir den Aufenthalt wie einen Urlaub planen." Jakob Bichler, Geschäftsführer des Bulgarisch-Deutschen Sozialwerks gab ihnen schließlich den entscheidenen Tipp mit dem Ministerpräsidenten. Denn Teufel hatte sich just zur gleichen Zeit auf einen Besuch im Kinderhaus angemeldet. "Wenn wir uns dort mit ihm treffen können, dann könnte das der Anfang für noch mehr sein", seien die Überlegungen gewesen. Doch auch das ist nicht so einfach, schließlich kann nicht einfach jeder mit dem Staatsministerium reisen. Nach langem Hin und Her kam schließlich das O.k. aus Stuttgart und die Aussage: "Wir wissen eigentlich gar nicht so recht, was wir die drei Tage mit euch anfangen sollen." Grübler und Bucher rutschten ganz offiziell auf die Liste der Delegation und gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten, Unternehmern aus ganz Baden-Württemberg und dem Fußballer Balakov machten sie sich schließlich auf den Weg nach Varna. Doch die beiden durften nicht einfach nur den Flieger mit der Delegation teilen, sondern waren auch bei allen Veranstaltungen und Terminen des Ministerpräsidenten dabei: Sie besuchten soziale Einrichtungen, das Kinderheim, die Metropolie, Politiker und erlebten die Vorlesung von Erwin Teufel in der Universität in Sofia mit. "Das war wirklich beeindruckend. Ich habe Erwin Teufel wirklich als Landesvater erlebt", erinnert sich Bucher. Der Rotary-Scheck wurde schließlich im Beisein des Ministerpräsidenten, des deutschen Botschafters, der Metropolie und der deutschen Delegation überreicht. Mit dem Geld werde nun die Sozialstation eingerichtet. Ein bulgarischer Arzt und Krankenschwestern werden in den nächsten Wochen nach Deutschland kommen und dort auf ihre Aufgabe in der Sozialstation vorbereitet.
Schwäbische Zeitung Wangen 29.05.2004
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